Alles wichtige über TFP

Was ist TFP?

TFP bedeutet „Time for Print“. Um es auf den Punkt zu bringen: Bilder statt Geld. Also ein Shooting ohne jegliche Bezahlung. Weder das Modell noch der Fotograf bekommen Geld. Lohn für die harte Arbeit sind allein die Bilder. „Time for Print“ ist allerdings etwas irreführend, da in der heutigen Zeit kaum noch Bilder in Form von Papierabzügen erstellt werden. Vielmehr werden die Bilder überwiegend Digital versendet. Cloud-Anbieter wie Google Drive oder Dropbox sind hier die häufigsten Dienste. Auch ich handhabe es über einen solchen Dienst.

TFP ist ein gängiger Begriff in der Fotografieszene. Sowohl Hobby-, als auch Profifotografen bedienen sich gern dieser Methode. Hobbyfotografen überwiegend um neue Erfahrungen zu machen, Profifotografen eher, um ihr Portfolio zu erweitern.

In allen Fällen kommt allerdings ein Vertrag zu Stande. Dieser TFP Vertrag behandelt die Rahmenbedingungen für ein solches TFP Shooting.

 

 

Warum ein TFP Vertrag?

In Deutschland gibt es zwei Gesetzte, die sich gegenseitig in die Quere kommen. Der Fotograf als Urheber darf entscheiden, was mit seinem Bild geschieht. Aber das Modell, mit dem Recht am eigenen Bild, darf es ebenso. Somit darf das Modell dem Fotografen verbieten, die Bilder in jeglicher Form zu verwenden und auch der Fotograf darf es dem Modell untersagen.

Zwar kann eine Einwillig auch mündlich erfolgen oder sogar stillschweigend, wenn das Modell z.B. vor der Kamera posiert. Allerdings ist man mit dem Vertrag auf der sicheren Seite. In einem solchen Vertrag ist z.B. die kommerzielle Nutzung der Bilder ausgeschlossen. Oder die Verwendung der Bilder in Kontext mit pornografischen Inhalten. Somit wird das Modell vor den Missbrauch der Bilder geschützt.

 

Verwendung der Bilder

Die erstellten Bilder können, wie im Vertrag festgelegt, für nicht kommerzielle Zwecke verwendet werden. Also für den privaten Gebrauch oder für eigene Werbung. Die Verwendung der Bilder bei Facebook, Instagram, Twitter oder andere soziale Netzwerke ist somit genauso erlaubt, wie ein Abzug des Bildes in der Modellmappe.

 

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